Buchkritik "Die Kunst des Liebens"

Der Autor: Erich Fromm ist ein deutsch amerikanischer Soziologe, Psychologe, Theologe, Psychoanalytiker und Philosoph. Er lebte von 1900 bis 1980 und bestimmte das Denken der Menschen seiner Zeit. Mehr

 

Die Kunst des Liebens.

 


 

Fromm beginnt mehr oder weniger mit dem Satz, dass der Mensch sich in allem fortbildet, alles versucht besser zu machen, bzw. besser zu werden, aber das lieben als etwas fast schon gottgebenes nimmt, in dem er von Anfang an perfekt ist. 

Wie man schon an der Berufung des Autors erkennen kann, ist dieses Werk kein romantischer Schund. Fromm schreib in höchst anspruchsvoller Weise eine wissenschaftliche Abhandlung über eine Thematik die eigentlich so gar nicht wissenschaftlich ist. Er untersucht die Liebe in dem er sie in ihre Einzelheiten zerlegt. Erich Fromm bringt dabei sein ganzes Wissen ein und schubst dabei die Liebe durch die einzelnen Disziplinen seiner wissenschaftlichen Bildung. In seinem Buch behandelt er die Liebe zu sich selbst, die Eltern Liebe, die Liebe Gottes und die Krankheiten der Liebe, aber nie ohne den Blick auf die partnerschaftliche Liebe zu verlieren. Diese zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Fromm versucht die Komplexität der Liebe zu erläutern und stößt dann immer wieder auf Probleme die er mit der einen oder anderen Unterkategorie veranschaulichen kann.

„Die Kunst des Liebens“ wird so sehr versachlicht, dass es einem schon fast den Spaß an der Liebe nimmt. Erich Fromm hilft einem sich und seine Partnerschaft zu verstehen, ohne jedoch eine Anleitung zu geben, wie man dies oder jenes besser machen könnte/sollte. Die bloße Darstellung der Liebe reicht aus, um sie besser zu verstehen. Fromm betont gegen Ende seines Buches auch nochmal deutlich, dass er keine Anleitung geben möchte bzw., geben kann, wie man besser liebt oder ein besserer Liebhaber wird, es gilt nur die Liebe zu verstehen, um einiges zu verbessern. Allein sich mit ihr intensiv zu beschäftigen macht einen zu einem besserem Liebenden.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und werde es auch nochmal hören, weil es wirklich gut ist. Ich würde auch empfehlen es zu hören, weil ich mir gut vorstellen kann, dass es durch den wissenschaftlichen Stil, schwer zu lesen ist. Grade wegen des wissenschaftlichen Stil´s werde ich  es auch nochmal hören, da mir die ein oder andere Passage, durch Interaktion mit meiner Umwelt, beim hören entgangen sein dürfte. „Die Kunst des Liebens“ sollte jeder mal gehört oder gelesen haben, um sich mit der Thematik, mit der sich jeder Mensch nun einmal sein ganzes Leben beschäftigt, vernünftig auseeinander gesetzt zu haben.

 

Mfg Ossi

17.3.10 05:54

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